Worauf beim Kauf von Keyboards achten?

Das passende Musikinstrument zu finden ist alles andere als eine einfach Angelegenheit. Obwohl hier auf einstiger-keyboard.de relativ günstige Modelle zwischen 100 und 300 Euro angeboten werden, die weitaus günstiger sind als die schweren Klaviere, tut man sich beim Kauf des richtigen Keyboards dennoch sehr schwer. Auch wenn die Keyboards hier im Test kein Vergleich zu den hochwertigeren Modellen darstellen, wurden hier im Test trotzdem viel Wert auf die wichtigsten Qualitätskriterien eines Keyboards gelegt. Und das sind folgende Merkmale, die über die Qualität und den Nutzen der Musikinstrumente zu berücksichtigen sind und die natürlich nicht außer Acht gelassen werden sollten.

Qualitätskriterien von Keyboards

Einsteiger Keyboard spielen

Verarbeitung und Anzahl der Tasten

Gerade bei Keyboards im Tiefpreisbereich sollten die  Tasten genauer unter die Lupe genommen werden. Wenn beim Spielen nach einer gewissen Nutzungsintensität die Tastaturen etwa quietschen, wirkt sich das negativ auf die Klangakkustik aus. Zwar kann man mit speziellen Silikonflüssigkeiten das Problem behoben werden, aber nichtsdestotrotz sollte die Verarbeitung eines Keyboard als großes Qualitätskriterium hier erwähnt werden. Bei den Tests der verschiedenen Keyboards wurden die ersten Anschläge auch im Off-Modus ausgetestet und gerade da merkt man sehr schnell, ob die Tasten quietschen, knarzen oder offensichtliche Qualitätsmängel beim Anschlag mit mehreren Fingern aufweisen.

Standardgemäß bieten Keyboards 61 Tasten. Weniger Tasten sind unüblich und kommen eher bei Plastikspielsachen für Kinder zum Einsatz. Einige Modelle von Kinder-Keyboards habe ich hier unter http://einsteiger-keyboard.de/die-besten-keyboards-fuer-kinder-im-ueberblick/ mal vorgestellt. Solche Musikinstrumente sind für Kleinkinder sicherlich mit hohem Spaßfaktor verbunden. Doch beim Erlernen von Noten in der passenden Klangfarbe, sollte das Keyboard mindestens 61 Tasten aufweisen.

Dabei gilt: je mehr Tasten vorhanden sind, desto besser! Das Spielen von schwierigeren Stücken erfolgt über mehreren Oktaven zu unterschiedlichen Tonhöhen und wenn man die ganze Palette des Spiels genießen will, ist die entsprechende Anzahl an Tasten zwingend nötig. So bieten Digitalpianos wie Yamahas NP-31 mit 76 Tasten eine breite Fülle an Klangfarben, auch wenn die Anzahl nicht an die eines Flügelpianos herankommt. Bei mehreren Stückwerken in den Pianosongs wurden die Noten so geschrieben, dass das Spiel auf dem Musikinstrument auch über 61 Tasten vollkommen ausreicht. Viel weniger soll es aber nicht sein.

Keyboardoptionen bei Casio

 

Wie klingt das Keyboard

Spielt das Musikinstrument die Töne in der gleichen Lautstärke, wenn nur sanft auf die Tasten die Finger angesetzt werden und dabei kein Unterschied zum harten, schnellen Fingersatz bemerkt wird, dann ist es nicht nur für Keyboardkritiker ein Grund, das Gerät als untauglich einzustufen. Denn Tasteninstrumente leben vom Gefühl in den Fingern. Künstlich erzeugte Töne, die nicht nach Wunsch den Klang so herstellen, wie man sie sich wünscht, machen keine Freude. Auch stellen sich hier sehr viele Fragen rund um die Leistung der Boxen, die Sinnhaftigkeit der verschiedenen Instrumentalklängen und der Nutzen von Rhythmen-Einstellungen, wenn sie überhaupt gegeben sind. Hier sollten auch die Begriffe Anschlagdynamik und gewichtete Tasten nicht gleichzusetzen sein. Gewichtete Tasten sind charakteristisch für Klaviere: hier wird ein größerer Druck von den Fingern nötig sein, damit die Saiten bei Klavieren diesen Klang erzeugen. Bei Keyboards ist das Spielgefühl anders, leichter und man kann mit der Hand leicht über de Tastaturen entlang gleiten und mit minimal mehr Druck sind die Töne lauter.

Zu besseren Übersicht hier noch mal die Unterschiede zu den Gewichtungen auf den Tasteninstrumenten:

  • Hammermechanik bei Klavieren: beim Anschlag auf die Tasten wird über die Mechanik Hämmer gegen die Saiten geschlagen. Je druckvoller und kräftiger der Anschlag, umso lauter der gespielte Ton. Für ein Klavier wird mehr Druck auf die Tasten ausgeübt. Bei Keyboards braucht ihr nur über die Tasten zu gleiten und die Tasten sind unten. Bei Klaviere ist ein kraftvoller Druck, der über Handgelenk und Unterarm erzeugt wird, viel stärker ausgeprägt.
  • Halbgewichtete Tasten: Instrumente mit halbgewichteten Tasten werden von den Herstellern absichtlich etwas schwerfälliger konstruiert, um das Spiel wie auf einem Klavier dem Spieler näherzubringen. Dabei sind keinesfalls Saiten oder Hämmer im Instrument eingebaut, sondern die Musikinstrumente laufen über elektronische Übertragungen und die etwas schwereren Tasten vermitteln somit das Gefühl eines Pianospiels. Typische Modelle, die hier mit halbgewichteten Tasten getestet wurden, sind die Digitalpianos aus der Yamaha Reihe, u.a. das Yamaha NP-V60.
  • Nichtgewichtete Tasten mit Anschlagdynamik: man braucht mit der Hand nur über die Tasten zu gleiten und schon werden bei den typischen Keyboards die Töne gespielt. Klavierspieler die auf das Keyboard wechseln, merken sofort die Unterschiede merken. Denn die Tasten sind überhaupt nicht schwer anzuschlagen. Die Anschlagdynamik, also die Lautstärkeregulierung, orientiert bei den Einsteiger-Keyboards tatsächlich daran wie schnell ihr die Taste bis zum Ende anschlägt. Erfolgt sie langsam und sanft, kommen leise Töne! Kraftvolle, schnelle Tastenanschläge auf dem Musikinstrument erzeugen einen lauteren Ton.

Vielfältige Instrumentalklänge und Rhythmen

Keyboard bieten die Möglichkeit, diverse Soundvariationen durch Einstellen der Instrumentalklänge und der Styles zu gestalten. Dabei sind mehr Instrumentenklänge nicht gleichzusetzen mit mehreren unterschiedlichen Formen von Instrumenten, sondern eher mit verschiedenen Abstufungen des gleichen Instruments. Und solche Variationen gehören bei Keyboards zum Standard.

Wenn wir als Beispiel das Testsiegermodell von 2016, das Yamaha PSR-E453 mal vergleichen:die 758 Klangfarben und 220 Begleit-Styles erreichen eine große Palette an möglichst vielen Instrumenten, die durch die technischen Optionen des Keyboards für mehr Experimentierfreude sorgen. Und das kann ein großer Vorteil für Keyboarder sein, die mal auf die Schnelle just for fun an einigen Lieder herumexperimentieren wollen.

Lernsysteme

Konstanz und altbewährte Methoden treffen womöglich auf neue Innovationen. Marken wie Yamaha oder Casio arbeiten mit unverwechselbaren Lernsystemen, die speziell für die jeweiligen Keyboards integriert werden. Jede Marke hat ihr eigenes System und auch innerhalb der eigenen Marke unterscheiden sich die Keyboards. Bei Lernsystemen sollte unbedingt darauf geachtet, werden, dass die einzelnen Stufen der Lernsysteme gut nachvollziehbar sind und der Lernerfolg mit einem Feedback vom System erfolgt.

Mit peripheren Geräten kompatibel

 Verbindung mit iPad, Tablet PC, Lautsprecherboxe oder Smartphones steht? Dann ist das Keyboard gut gerüstet für die Zukunft. Speziell bei neueren Modellen, wo App-Programme verknüpft werden oder Data Files beispielsweise zwischen Keyboard und PC ausgetauscht und ggf. abgespeichert werden, sind Verbindungen zu anderen Geräten genau abzuprüfen.

 

 

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